Steuerungsarten, Abregelungsstufen und NB-spezifische Anforderungen
Einspeisemanagement (EinsMan) ist die Möglichkeit des Netzbetreibers, die Einspeiseleistung einer Erzeugungsanlage bei Netzengpässen ferngesteuert zu reduzieren. Die technische Umsetzung erfolgt über verschiedene Steuereinrichtungen, deren Typ vom Netzbetreiber vorgegeben wird.
| Typ | Vollname | Funktionsweise |
|---|---|---|
| RSE | Rundsteuerempfänger | Empfängt Tonfrequenz-Rundsteuersignale (TRA) vom NB. Analoge Technologie, weit verbreitet. |
| FRE | Funkrundsteuerempfänger | Empfängt Steuerbefehle per Funk (z.B. 129,1 MHz). Kein Stromkreis-Signal nötig. |
| FRSE | Funk-Rundsteuerempfänger (bidirektional) | Wie FRE, aber mit Rückkanal — NB kann Status abfragen. E.ON-Standard. |
| TRE | Tonfrequenz-Rundsteuerempfänger | Spezialfall der RSE bei bestimmten NB (z.B. historische Gebiete). |
| Netzbetreiber | RSE-Typ | Ab kWp |
|---|---|---|
| Bayernwerk, Avacon, LEW | FRSE | 0 (alle EZA) |
| SH Netz, EWE Netz, TEN | FRSE | 0 |
| Netze BW | FRE | 25 |
| Westnetz, Syna, Pfalzwerke | FRE | 25 |
| Norm (VDE-Standard) | RSE | 25 |
Die Standard-Abregelungsstufen sind 100% → 60% → 30% → 0% der installierten Leistung am Netzverknüpfungspunkt (NVP). Bei dynamischer Abregelung über RSE/EZA-Regler werden diese Stufen ferngesteuert umgeschaltet. Bei fester Abregelung gilt ein fixer Prozentwert.