RSE, FRE, FRSE — Einspeisemanagement im Vergleich

Steuerungsarten, Abregelungsstufen und NB-spezifische Anforderungen

Was ist Einspeisemanagement?

Einspeisemanagement (EinsMan) ist die Möglichkeit des Netzbetreibers, die Einspeiseleistung einer Erzeugungsanlage bei Netzengpässen ferngesteuert zu reduzieren. Die technische Umsetzung erfolgt über verschiedene Steuereinrichtungen, deren Typ vom Netzbetreiber vorgegeben wird.

Die vier Steuerungstypen

TypVollnameFunktionsweise
RSERundsteuerempfängerEmpfängt Tonfrequenz-Rundsteuersignale (TRA) vom NB. Analoge Technologie, weit verbreitet.
FREFunkrundsteuerempfängerEmpfängt Steuerbefehle per Funk (z.B. 129,1 MHz). Kein Stromkreis-Signal nötig.
FRSEFunk-Rundsteuerempfänger (bidirektional)Wie FRE, aber mit Rückkanal — NB kann Status abfragen. E.ON-Standard.
TRETonfrequenz-RundsteuerempfängerSpezialfall der RSE bei bestimmten NB (z.B. historische Gebiete).

NB-spezifische Zuordnung

NetzbetreiberRSE-TypAb kWp
Bayernwerk, Avacon, LEWFRSE0 (alle EZA)
SH Netz, EWE Netz, TENFRSE0
Netze BWFRE25
Westnetz, Syna, PfalzwerkeFRE25
Norm (VDE-Standard)RSE25
Wichtig: E.ON-Töchter (Bayernwerk, Avacon, LEW, SH Netz) fordern FRSE für alle NS-EZA — auch unter 25 kWp. Das ist strenger als die Norm.

Abregelungsstufen

Die Standard-Abregelungsstufen sind 100% → 60% → 30% → 0% der installierten Leistung am Netzverknüpfungspunkt (NVP). Bei dynamischer Abregelung über RSE/EZA-Regler werden diese Stufen ferngesteuert umgeschaltet. Bei fester Abregelung gilt ein fixer Prozentwert.

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